Leitfaden
Die Predigt live auf dem Handy mitlesen, wenn du sie nicht gut hörst
Wenn du die Predigt nicht gut hörst, kannst du sie meist auf deinem vorhandenen Handy live mitlesen. Kostenlose Funktionen wie Echtzeit-Untertitel auf dem iPhone und Googles Automatische Transkription auf Android wandeln das Gehörte in Text um, während gepredigt wird. Mit klarem Ton klappt das deutlich besser. Die Tonquelle ist deshalb wichtiger als die Wahl der App.
Dieser Leitfaden vergleicht die kostenlosen Möglichkeiten auf deinem Handy mit Angeboten der Gemeinde: einer induktiven Höranlage, Empfängern einer Hörunterstützungsanlage oder einem Untertiteldienst. Du erfährst, wo automatische Untertitel Fehler machen und welche kurzen Fragen du deiner Gemeinde stellen kannst.
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Deine Möglichkeiten im Vergleich
- Möglichkeit
- Echtzeit-Untertitel (iPhone)
- Was du brauchst
- iPhone 11 oder neuer; in den Bedienungshilfen einschalten
- Welche Tonquelle genutzt wird
- Das Mikrofon für Menschen in deiner Nähe oder auf dem iPhone abgespieltes Audio, etwa einen Livestream
- Grenzen
- Nicht in jeder Sprache, jedem Land oder jeder Region verfügbar; laut Apple kann die Genauigkeit variieren
- Möglichkeit
- Automatische Transkription (Android)
- Was du brauchst
- Googles kostenlose App Automatische Transkription; auf Pixel und einigen anderen Handys vorinstalliert, sonst bei Google Play erhältlich
- Welche Tonquelle genutzt wird
- Das Mikrofon des Handys oder ein angeschlossenes externes Mikrofon
- Grenzen
- Braucht Internet, außer bei heruntergeladenen Offline-Sprachen; welche Sprachen sich herunterladen lassen, hängt vom Handy ab
- Möglichkeit
- Eine Webseite für Live-Untertitel oder Übersetzung
- Was du brauchst
- Einen Browser; manche Angebote sind kostenlos, andere werden stundenweise berechnet
- Welche Tonquelle genutzt wird
- Das Mikrofon des Handys oder den Ton der Gemeinde, wenn diese den Dienst betreibt
- Grenzen
- Die Genauigkeit schwankt und wird selten veröffentlicht
- Möglichkeit
- Die induktive Höranlage der Gemeinde
- Was du brauchst
- Ein Hörgerät oder Cochlea-Implantat mit Telefonspule (T-Spule), auf den entsprechenden Empfang eingestellt
- Welche Tonquelle genutzt wird
- Die Mikrofone der Gemeinde, deren Ton direkt an dein Hörgerät übertragen wird
- Grenzen
- Ton, kein Text; nicht jedes Hörgerät hat eine T-Spule, und nur manche Kirchen haben eine induktive Höranlage
- Möglichkeit
- Empfänger einer Hörunterstützungsanlage
- Was du brauchst
- Einen von der Gemeinde geliehenen Empfänger mit Kopfhörern
- Welche Tonquelle genutzt wird
- Die Beschallungsanlage der Gemeinde
- Grenzen
- Ton, kein Text; du holst den Empfänger ab und gibst ihn zurück
- Möglichkeit
- Auracast-Übertragung (neuere Technik)
- Was du brauchst
- Hörgeräte oder Ohrhörer, die Auracast unterstützen; mit dem Handy findest du die Übertragung der Gemeinde und verbindest dich damit
- Welche Tonquelle genutzt wird
- Der Ton der kirchlichen Lautsprecheranlage, über Bluetooth übertragen
- Grenzen
- Ton statt Text; noch neu, deshalb übertragen erst wenige Kirchen damit, und ältere Hörgeräte und Ohrhörer unterstützen es möglicherweise nicht
- Möglichkeit
- Untertitel der Gemeinde
- Was du brauchst
- Das jeweilige Angebot: einen Link, einen QR-Code oder eine Leinwand
- Welche Tonquelle genutzt wird
- Die Beschallungsanlage der Gemeinde
- Grenzen
- Nur verfügbar, wenn die Gemeinde sie anbietet
| Möglichkeit | Was du brauchst | Welche Tonquelle genutzt wird | Grenzen |
|---|---|---|---|
| Echtzeit-Untertitel (iPhone) | iPhone 11 oder neuer; in den Bedienungshilfen einschalten | Das Mikrofon für Menschen in deiner Nähe oder auf dem iPhone abgespieltes Audio, etwa einen Livestream | Nicht in jeder Sprache, jedem Land oder jeder Region verfügbar; laut Apple kann die Genauigkeit variieren |
| Automatische Transkription (Android) | Googles kostenlose App Automatische Transkription; auf Pixel und einigen anderen Handys vorinstalliert, sonst bei Google Play erhältlich | Das Mikrofon des Handys oder ein angeschlossenes externes Mikrofon | Braucht Internet, außer bei heruntergeladenen Offline-Sprachen; welche Sprachen sich herunterladen lassen, hängt vom Handy ab |
| Eine Webseite für Live-Untertitel oder Übersetzung | Einen Browser; manche Angebote sind kostenlos, andere werden stundenweise berechnet | Das Mikrofon des Handys oder den Ton der Gemeinde, wenn diese den Dienst betreibt | Die Genauigkeit schwankt und wird selten veröffentlicht |
| Die induktive Höranlage der Gemeinde | Ein Hörgerät oder Cochlea-Implantat mit Telefonspule (T-Spule), auf den entsprechenden Empfang eingestellt | Die Mikrofone der Gemeinde, deren Ton direkt an dein Hörgerät übertragen wird | Ton, kein Text; nicht jedes Hörgerät hat eine T-Spule, und nur manche Kirchen haben eine induktive Höranlage |
| Empfänger einer Hörunterstützungsanlage | Einen von der Gemeinde geliehenen Empfänger mit Kopfhörern | Die Beschallungsanlage der Gemeinde | Ton, kein Text; du holst den Empfänger ab und gibst ihn zurück |
| Auracast-Übertragung (neuere Technik) | Hörgeräte oder Ohrhörer, die Auracast unterstützen; mit dem Handy findest du die Übertragung der Gemeinde und verbindest dich damit | Der Ton der kirchlichen Lautsprecheranlage, über Bluetooth übertragen | Ton statt Text; noch neu, deshalb übertragen erst wenige Kirchen damit, und ältere Hörgeräte und Ohrhörer unterstützen es möglicherweise nicht |
| Untertitel der Gemeinde | Das jeweilige Angebot: einen Link, einen QR-Code oder eine Leinwand | Die Beschallungsanlage der Gemeinde | Nur verfügbar, wenn die Gemeinde sie anbietet |
Hat deine Gemeinde bereits eine induktive Höranlage, Empfänger, Auracast oder Untertitel, nutze diese zuerst: Der Ton kommt direkt von den Mikrofonen. Die Handy-Funktionen kannst du schon diesen Sonntag selbst nutzen, ohne jemanden fragen zu müssen. Quellen: Apple, Echtzeit-Untertitel auf dem iPhone; Google, Hilfe zur Automatischen Transkription; Bluetooth SIG, Auracast-Audioübertragung.
Warum klarer Ton wichtiger ist als die App
Jede Untertitel-App wandelt Ton in Wörter um und kann nur das erfassen, was klar bei ihr ankommt. In der Kirche hört das Handymikrofon neben der Predigt auch Hall, die Gemeinde, Rascheln und Musik. Entfernt sich die predigende Person vom Kanzelmikrofon, wird sie auch für das Handy leiser. Verbessere deshalb den Ton, bevor du eine andere App ausprobierst:
- Setz dich höchstens einige Reihen von einem Lautsprecher entfernt oder nach vorn. Lege das Handy auf deinen Schoß oder die Kirchenbank, ohne das Mikrofon zu verdecken.
- Auf Android kann Automatische Transkription ein externes Mikrofon nutzen, etwa ein Ansteckmikrofon. Googles Hilfeseite erklärt, wie du es auswählst.
- Überträgt die Gemeinde den Gottesdienst live, kann ein iPhone den Stream selbst untertiteln: Spiele ihn leise über Kopfhörer ab; Echtzeit-Untertitel erfasst das auf dem iPhone abgespielte Audio. Der Ton stammt von den Mikrofonen der Gemeinde statt aus dem Raum. Der Stream kann dem Gottesdienst vor Ort etwas hinterherhinken.
Vor dem Gottesdienst: fünf Minuten Vorbereitung
- Schalte die Untertitel zu Hause ein und teste sie mit einer aufgezeichneten Predigt, damit du die Einstellung kennst.
- Prüfe auf Android, ob sich die Sprache der Predigt in Automatische Transkription für die Offline-Nutzung herunterladen lässt. Dann unterbricht ein schwaches Signal im Gebäude die Anzeige nicht.
- Füge in Automatische Transkription den Namen der predigenden Person, den Gemeindenamen und erwartete biblische Namen als benutzerdefinierte Wörter hinzu.
- Lade das Handy auf, vergrößere die Untertitelschrift, dimme den Bildschirm und schalte das Handy stumm.
- Prüfe die Untertitel während der Bekanntmachungen, solange du noch den Platz wechseln kannst.
Welche Fehler automatische Untertitel machen
Besonders häufig gibt es Fehler bei Namen, Bibelstellen, schnell vorgelesenen Zitaten und Menschen, die weit vom Mikrofon entfernt sind. Eine Versnummer kann als gewöhnliche Zahl oder ähnlich klingendes Wort erscheinen. Gesang und Musik werden meist schlecht erfasst; lies bei Liedern deshalb auf der Leinwand oder im Gesangbuch mit. Nutze Untertitel zum Mitverfolgen, nicht als wortgetreues Protokoll: Wirkt ein Satz falsch, lies weiter und orientiere dich am Sinn des Absatzes. Viele Gemeinden veröffentlichen später Predigtnotizen, Folien oder eine Aufnahme. Damit kannst du zu Hause nachholen, was dir entgangen ist.
Was du deine Gemeinde fragen kannst
Viele Gemeinden erfahren erst durch einen Hinweis, dass jemand die Predigt nicht mitbekommt. Eine kurze, konkrete Bitte macht es leichter, zu helfen:
- „Gibt es eine induktive Höranlage, Empfänger zur Hörunterstützung oder eine Auracast-Übertragung? Wo sollte ich sitzen, oder wo kann ich einen Empfänger abholen?“
- „Könnte die Predigt live übertragen werden, damit ich sie auf meinem Handy untertiteln lassen kann?“
- „Könntet ihr jede Woche die Predigtnotizen oder eine Mitschrift veröffentlichen?“
- „Wären Live-Untertitel auf Handys eine Möglichkeit? Verschiedene Dienste bieten das über einen Link oder QR-Code an.“
In den Vereinigten Staaten gilt Titel III des Americans with Disabilities Act, der öffentlich zugängliche Unternehmen betrifft, nicht für religiöse Organisationen (ADA.gov). Dort sind Untertitel und induktive Höranlagen daher meist etwas, worum du als Gemeindemitglied bittest, statt einer gesetzlichen Pflicht. In anderen Ländern gelten andere Regeln.
Untertitel oder Übersetzung mit PewTranslate
Der persönliche Übersetzer von PewTranslate ist eine Webseite im Browser deines Handys; du musst keine App installieren. Wie die kostenlosen Apps hört er über das Mikrofon des Handys zu. Die Hinweise zu klarem Ton gelten also auch hier. Wähle die Sprache der Predigt aus 82 Sprechersprachen und deine eigene Sprache: Sind beide gleich, erscheint die Predigt als Untertitel; unterscheiden sie sich, erscheint eine Übersetzung. Du kannst die Sprachausgabe ausschalten und den Text vergrößern.
Für Untertitel in derselben Sprache solltest du zuerst die kostenlosen Apps oben ausprobieren. PewTranslate ist für Predigten in einer Sprache gedacht, die du nicht verstehst, wenn du eine Live-Übersetzung der Predigt brauchst. Jede Stunde verarbeiteter Sprache kostet 5 US$, abgerechnet wird pro Minute. Wir haben die Genauigkeit in einer echten Kirche noch nicht gemessen.
Die Registrierung ist noch nicht geöffnet. Neue Konten werden mit 20 US$ kostenlosem Guthaben starten. Auf der Startseite kannst du einen frühen Zugang anfragen.
Häufige Fragen
Gibt es eine kostenlose App, die die Predigt live als Text zeigt?
Ja. Das iPhone 11 und neuere Modelle haben Echtzeit-Untertitel integriert. Android-Handys können Googles kostenlose App Automatische Transkription nutzen. Beide erfassen, was das Handy hört; setz dich deshalb in die Nähe eines Lautsprechers. Keine der beiden Funktionen ist in jeder Sprache oder Region verfügbar.
Funktionieren Live-Untertitel ohne Internet?
Automatische Transkription braucht Internet, außer bei Sprachen, die du für die Offline-Nutzung heruntergeladen hast. Welche Sprachen sich herunterladen lassen, hängt von deinem Handy ab. Prüfe das vor dem Gottesdienst, wenn der Empfang in der Kirche schwach ist.
Funktionieren die Untertitel auch bei Gemeindeliedern?
Meist nicht gut. Musik und Gesang bringen automatische Untertitel durcheinander. Lies bei Liedern auf der Leinwand oder im Gesangbuch mit und wechsle für die Predigt zurück zu den Untertiteln.
Muss eine Kirche in den Vereinigten Staaten Untertitel anbieten?
Titel III des ADA gilt nicht für religiöse Organisationen. In den Vereinigten Staaten sind Untertitel deshalb meist eine Bitte und keine gesetzliche Pflicht. Viele Gemeinden helfen, sobald jemand danach fragt.
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- Gottesdienst live übersetzen: So geht’sGottesdienst mit PewTranslate live übersetzen: am Laptop starten, QR-Code zeigen und die Predigt auf dem Handy in der eigenen Sprache lesen und hören.
- Preise: 5 US$ pro Stunde und SprachePewTranslate: 5 US$ pro Stunde und Sprache mit Zuhörern, nach Sprechminuten abgerechnet. Neue Accounts erhalten zum Start 20 US$ Startguthaben.